Überblick
Ein dedizierter Home-Assistant-Server auf Basis eines Raspberry Pi 4, untergebracht in einem NASPi-Gehäuse. Ziel war eine stabile, lokale Plattform für die Hausautomatisierung – ohne Cloud-Abhängigkeit und mit geringem Energieverbrauch im 24/7-Betrieb.
Das System bildet die zentrale Schaltstelle für alle vernetzten Geräte im Haus und läuft mit Home Assistant OS (HAOS) als Betriebssystem.
Herausforderung
Kommerzielle Smart-Home-Hubs sind oft an Herstellerökosysteme gebunden und bieten wenig Flexibilität bei der Integration eigener oder offener Geräte. Eine selbst betriebene Lösung war gefragt – wartbar, erweiterbar und vollständig lokal.
Aufbau
Raspberry Pi 4 (4 GB) im NASPi-Gehäuse, HAOS als Betriebssystem. Angebunden sind über 15 ESP-basierte Devices mit verschiedenen offenen Firmware-Plattformen: ESP Easy, Tasmota, OpenDTU (Wechselrichter-Monitoring), OpenTherm-Gateway (Heizungssteuerung) und AI on the Edge (optische Auslesung analoger Zähler).
Ergänzt wird das System durch ein Bluetooth-LE-Gateway, das mehrere Temperatursensoren im Haus erfasst. Die Messwerte dienen als Referenz für die Heizungsregelung über das OpenTherm-Gateway.
Backups laufen automatisiert auf einen separaten Samba-Share – eine Lehre aus einem früheren Fehler: Die ursprünglich eingebaute SSD versagte nach kurzer Zeit unter der dauerhaften Datenbankschreiblast. Seither läuft das System auf einer HDD, und Backups landen nicht mehr auf demselben Medium, dessen Ausfall sie absichern sollen.
Ergebnis
Das System läuft stabil im Dauerbetrieb und ist die zentrale Schaltstelle für alle Automatisierungen im Haus. Alle Daten bleiben lokal, der Energieverbrauch liegt unter 10 Watt.