Überblick
Eine Panasonic SC-PM 28 aus den 1990er-Jahren: Verstärker und Lautsprecher noch tadellos, aber Tape-Deck und CD-Wechsler längst außer Betrieb. Die Lautsprecher hatten zufällig die idealen Abmessungen für das TV-Lowboard – also entstand die Idee, die gute Verstärkertechnik als Soundbar für den Fernseher weiterzuleben zu lassen.
Ziel war kein Smart-Home-Projekt, sondern ein pragmatisches Upcycling: Verstärker in ein neues, passendes Gehäuse bringen und zuverlässig mit dem Fernseher zusammenspielen lassen.
Herausforderung
Die Verstärkereinheit war auf das Originalgehäuse und dessen Bedienelemente ausgelegt. Ohne Tape-Deck und CD-Wechsler fehlte das Gehäuse, und der Verstärker musste dennoch automatisch mit dem TV ein- und ausschalten – ohne manuelle Bedienung.
Vorgehen
Das neue Gehäuse entstand aus einer gelaserten Frontplatte (entworfen mit einem Frontplattendesigner), Seitenteilen aus Alublech und verbindenden Eckprofilen – maßgefertigt auf die Verstärkereinheit.
Für das automatische Aufwecken aus dem Standby wurde eine kleine Eigenentwicklung gebaut: Eine Schaltung erkennt, ob über ein angeschlossenes USB-Kabel Spannung anliegt – also ob der TV eingeschaltet ist – und simuliert daraufhin den Standby-Tastendruck am Verstärker.
Für den Audioeingang wurde zunächst ein TOS-Link-zu-Klinke-Adapter eingeplant. Da der Fernseher jedoch keinen optischen Ausgang besitzt, ging das Signal am Ende direkt über Klinke – der Adapter blieb ungenutzt.
Ergebnis
Die Lautsprecher liegen im Lowboard, der Verstärker schaltet sich automatisch mit dem Fernseher ein und aus. Die Klangqualität der alten HiFi-Lautsprecher übertrifft jede handelsübliche Soundbar in dieser Preisklasse deutlich – und wäre sonst im Müll gelandet.